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Vereinfachtes Entlassmanagement in Krankenhäusern

Neues Entlassmanagement in Krankenhäuser für weniger Bürokratie

Das neue Entlassmanagement in Krankenhäuser bringt vor allem bei der Arzneiversorgung Vorteile. Früher brauchten aus dem Krankenhaus entlassene Patienten, die weiterhin Arzneimittel benötigten, immer zuerst einen niedergelassenen Arzt, der ihnen für die vom Krankenhaus empfohlenen Medikamente ein Rezept ausstellte. Das erwies sich oft als sehr umständlich und führte vor allem dann zu Problemen, wenn Patienten kurz vor dem Wochenende entlassen wurden und die Praxis des Arztes bereits geschlossen hatte. Das neue Entlassmanagement in Krankenhäuser erlaubt, dass dieses Rezept auch direkt vom Krankenhausarzt kommen darf. Das ebenfalls rosafarbene Kassenrezept unterscheidet sich vom „normalen“ Rezept lediglich durch den zusätzlichen Aufdruck „Entlassmanagement“. Dieses Rezept kann dann vom Patienten sofort und ohne Umwege über den Hausarzt in der Apotheke eingelöst werden. Das Krankenhaus darf zudem Heil- und Hilfsmittel, Verbandmittel oder Krankenpflege für bis zu sieben Tagen verordnen. Die Bescheinigung für die Arbeitsunfähigkeit des Patienten darf jetzt ebenfalls vom Klinikarzt kommen.

Besseres Management der Krankenhausentlassung

Diese Verbesserungen sind allerdings nur ein Teil jener Maßnahmen, die das neue Entlassmanagement in Krankenhäuser brachte. Der Gesetzgeber verpflichtete das Krankenhaus zudem zur kompletten Vorbereitung der Entlassung des Patienten. Geregelt ist das in einem genauen Plan rund um die Maßnahmen nach der stationären Versorgung und Anschlussversorgung. So enthält zum Beispiel jeder Patient, und mit seinem Einverständnis auch der Hausarzt, einen Entlassbrief. Dieser listet alle, für die weitere Behandlung wichtigen Informationen auf: etwa Befunde und Diagnosen, Arzneimittel und Therapien oder die Namen der behandelnden Ärzte. In diesem Infobrief befinden sich auch die Kontaktdaten des zuständigen Krankenhaus-Ansprechpartners für eventuelle spätere Rückfragen. Die neue Anschlussversorgung kann auch weitere Leistungen wie etwa die Vereinbarung von Terminen mit Ärzten, Pflegediensten oder Physiotherapeuten umfassen.

Interessante Informationen zur Neufassung der Hilfsmittel-Richtlinien in der vertragsärztlichen Versorgung finden Sie hier.

Häusliche Pflege Heilmittel Hilfsmittel Transport  | 24.01.2018

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