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Wir haben für Sie eine alphabetische Kurzübersicht unserer Leistungen zusammengestellt.

Retaxierung

Bei Retaxierungen handelt es sich um die Rückforderung von Vergütungsansprüchen durch die gesetzliche Krankenversicherung. Bei der Taxierung wird ein Wert, der Taxpreis, für die jeweilige Leistung festgelegt und auf dem Rezept bzw. der Abrechnung notiert. Stellt die Krankenkasse jedoch einen Fehler fest, retaxiert sie die Abrechnung bzw. es kommt zu einer Absetzung. Dabei muss es sich nicht einmal um einen schweren Fehler handeln, wie das Setzen eines Hakens im falschen Kästchen oder einer falschen Kennziffer. Schon falsche Punkte oder Abkürzungen können zu einer Retaxation führen. Auch reine Formfehler führen nicht selten zu einer Abweisung durch die Krankenkasse. Der Bereich der Retaxation gehört zu den kompliziertesten Materien im deutschen Recht. 

Rettungsfahrten

Eine der vielen Leistungsarten, die über RZH abgerechnet werden können sind Rettungsfahrten.
Der Versicherte bedarf einer Rettungsfahrt, wenn er aufgrund seines Zustands mit einem qualifizierten Rettungsmittel (Rettungswagen, Notarztwagen, Rettungshubschrauber) befördert werden muss oder der Eintritt eines derartigen Zustands während des Transports zu erwarten ist.

Sachkosten

Die Erstattung von Sachkosten wird generell im EBM Kapitel 7 geregelt.
Die gesonderten Sachkosten sind insbesondere von den Sachkosten, die im Rahmen der Sachkostenpauschale gem. EBM Kapitel 40 geregelt sind, abzugrenzen.
Danach definieren sich gesonderte Sachkosten als Kosten für Materialien, die nicht Praxiskosten/Praxisbedarf sind, nicht im Honorar (EBM-Ziffer) enthalten sind, nicht als Sprechstundenbedarf abgerechnet werden können, keine verordnungsfähigen (arzneimittelähnliche) Medizinprodukte sind, kein Hilfs- und Verbandmittelmittel sind, nicht in den Kostenpauschalen gemäß Kapitel 40 EBM geregelt sind. 

Für gesonderte Sachkosten gelten besondere Abrechnungsbedingungen, die in den jeweiligen Gesamtverträgen festgelegt sind. Diese Verträge sind bundesland- und ggf. kassengruppenspezifisch zwischen der KV und den Kostenträgern vereinbart (vgl. EBM Kapitel 7.4).

 

Sonstige Leistungserbringer

Als "Sonstige Leistungserbringer" bezeichnet man vereinfacht die Leistungserbringer im Gesundheitswesen, die nicht zu der Gruppe der Ärzte,  Apotheker oder Krankenhäuser zählen.

RZH rechnet annähernd 30 Berufsgruppen der "Sonstigen Leistungserbringer" ab:

Ambulanter Pflegedienst, Ambulante Rehabilitation, Betreutes Wohnen, Dentalfachhandel, Epithetik, Ergotherapie, Heilpädagogik, Hilfsorganisationen, Homecareprodukte, Inkontinenzpauschalen, Intensivpflege, Krankengymnasten, Kunstaugen, Logopädie, Massage, Medizinproduktehersteller, Medizintechnik, Mietwagen, Orthopädietechnik, Orthopädie-Schuhtechnik, Pharmahersteller, Physiotherapie, Podologie, Prothesenhersteller, Rettungsdienst, Sanitätsfachhandel, Sprechstundenbedarf, Taxi, Taxizentralen, Träger des Rettungsdienstes, Zweithaarspezialisten

Sprechstundenbedarf

Sprechstundenbedarf sind beispielsweise Arzneimittel, Verbandmittel, Instrumente, Gegenstände und Materialien, die ihrer Art nach bei mehr als einem Versicherten Verwendung finden, bei Notfällen sowie im Zusammenhang mit einem ärztlichen Eingriff bei mehr als einem Patienten zur Verfügung stehen müssen.

Sprechstundenbedarf wird über eine nicht versichertenbezogene ärztliche Verordnung Muster 16 im Abrechnungsverfahren gemäß § 300 SGB V mit den gesetzlichen Kostenträgern abgerechnet. In jedem Bundesland gibt es i. d. R. nur einen Kostenträger über den zentral Sprechstundenbedarf abzurechnen ist. Dabei werden von uns auch die Regelungen der bundeslandspezifisch geschlossenen Sprechstundenbedarfsvereinbarung berücksichtigt. Gerne erstellt RZH auch hier die Abrechnung für Sie.

Taxierung

Bei der Taxierung von Rezepten geht es sowohl um die Prüfung, als auch die Wertbestimmung der Rezepte, um diese korrekt abrechnen zu können. Dafür werden bei der Taxierung alle notwendigen Daten auf dem Rezept eingetragen. Dazu gehören beispielsweise das Institutionskennzeichen, der Rezeptwert, Zuzahlung, Positionsnummern usw.. Das Taxieren erfolgt nach § 302 SGB V, welcher die Abrechnung der sonstigen Leistungserbringer regelt. Dort ist genau festgelegt, welche Angaben bei der Taxierung auf dem Rezept erfolgen müssen, je nachdem welche Leistung (Heilmittel, Hilfsmittel usw.) erbracht wurden. 

Zuzahlung

Als Zuzahlung wird die gesetzliche Zuzahlung des Patienten zu Leistungen von Ärzten, Apothekern und Sonstigen Leistungserbringern bezeichnet.

Die folgenden Angaben können nur als Anhaltspunkt dienen und erfolgen daher ohne Gewähr. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt i. d. R. 10% des Zahlungsbetrages der Krankenkasse, mindesten € 5,--, höchstens jedoch € 10,-- je Leistung. Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln (z. B. Stoma- oder Inkontinenzprodukten) beträgt die Zuzahlung 10%, auch wenn die Zuzahlung dann unter dem Mindestbetrag von € 5,-- liegt. Kostet das Produkt weniger als € 5,--, so zahlt der Versicherte den vollen Preis.

Der Versicherte kann sich unter bestimmten Umständen von seiner Krankenkasse von der Zuzahlung befreien lassen und erhält dann zur Legitimation seiner Zuzahlungsbefreiung einen Befreiungsausweis. Die gesetzliche Zuzahlung kann RZH auch für Sie mit dem Patienten abrechnen.